Der nächste Schritt

Elfenbein 7

Grußwort von Dr. Stefan Elfenbein, Vorsitzender der „Jury Berliner Meisterköche“.

New York, London, Paris, Tokio! Klar, ganz wunderbare Orte, tolle Städte! Nur wirklich kulinarisch kreativ sein, brutzeln, backen, kochen, im liebevollen Mini-Laden oder gar im eigenen Restaurant, kann man dort nur noch, wenn man reiche Eltern oder einen guten Sponsor hat.Dazu kommen ein am Boden liegendes Südamerika und Südeuropa. Kein Wunder, dass in den letzten Jahren tausende, seit der Wende hunderttausende, gerade junger Menschen, Neuberliner und eben auch Foodies aus aller Welt hier in die Stadt gekommen sind, um halt ihr Ding zu machen. Mitgebracht haben Sie Lust auf Neues, auf Aufbau, aber auch auf Qualität und natürlich Wissen über Produkte aus der ersten Heimat.

Ein Markt, ein Club, ein Stand nach dem anderen macht gerade auf. Es sind z.B. Pasterias, Cevicherias, Tapas-Bars und Burger-Läden. Privat wird eingekocht, getauscht, fermentiert, gebloggt. All das kombiniert mit Berlins Top-Köchen, die ohnehin längst kreativer, mutiger sind, als die meisten ihrer Kollegen im Rest der Republik. Auch die Gäste, die wiederum genau deshalb kommen und dies erwarten, machen Berlin zu einer der, in meinen Augen, kulinarisch vielfältigsten und spannendsten Städte der Welt, momentan vielleicht sogar zur spannendsten. Und ich komme herum.

Berlins neuste kulinarische Innovation und Errungenschaft, die ‚Berlin Food Week’, will nun den nächsten Schritt gehen, sogar noch einen Schritt weiter. Der Welt wiederum (und Rest-Deutschland) soll demonstriert werden, wie anders, offen, bunt, vielfältig, locker, lustvoll und gemeinsam und integer Food und Gesellschaft funktionieren können. Begonnen hat damit auf ihre Art schon vor 18 Jahren die ‚Jury Berliner Meisterköche’, der Zusammenschluss der aktuell 14 führenden Restaurant-Kritiker und –Kenner der Hauptstadt. Im Namen der Jury darf ich Köchen und Produzenten, Gästen und Besuchern auf Berlins erster ‚Food Week’ die genussvollsten Tage und einen herrlichen Start wünschen. Haut rein, Mädels, Jungs!